Trinkwasser

Was ist Wasser?

Temperatur

Diese sollte niedrig sein (zwischen 8 - 11 Grad). Höhere Temperaturen haben nicht nur einen negativen Einfluß auf die Genießbarkeit des Wassers, sondern können die Löslichkeit eventuell schädlicher Wasserinhaltsstoffe erhöhen und beschleunigen das Wachstum von Mikroorganismen, während der Sauerstoffgehalt erniedrigt wird.

Leitfähigkeit

Die elektrische Leitfähigkeit ist ein Maß für den Gehalt an gelösten Salzen (Ionen, Elektrolyte) im Trinkwasser, gemessen in ΜS/cm. (bzw S/m). Eine Veränderung der normalerweise im unbeeinflussten Wasser stabilen Leitfähigkeit ist ein erster wichtiger Hinweis auf eine Verunreinigung desselben z.B. durch Salze (Erhöhung der Leitfähigkeit) oder durch Niederschlagswasser über oberflächennahe Einwirkung (Erniedrigung).

Die Gesamtheit der nicht flüchtigen, gelösten und ungelösten Wasserinhaltsstoffe wird als Abdampfrückstand bestimmt.

pH-Wert

Der pH-Wert ist ein Maß für die Konzentration an H+ (Protonen) bzw. H3O+ (Oxoniumionen). Er wird vor allem durch den Gehalt an freier Kohlensäure (CO2) bestimmt. Bei Wasser mit einem hohen Gehalt an freier CO2 liegt er im sauren Bereich (kleiner als pH 7= Neutralpunkt). Liegt der pH-Wert deutlich unter dem Wert der Calciumcarbonatsättigung (Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht: s.u.) des Wassers, wird Kalk aufgelöst (Kalklösevermögen).

In diesem Fall ist mit aggressiver Kohlensäure, die Schäden und Korrosion an Leitungen, Installation und Behältermaterialien fördert, zu rechnen. Liegt der pH-Wert über dem der Calciumcarbonatsättigung, kommt es zu Kalkabscheidungen. Bei einem pH-Wert von 8,2 ist keine freie und aggressive Kohlensäure mehr vorhanden.

Nach der TrinkwV soll der pH-Wert nicht unter 6,5 und nicht über 9,5 (Grenzwerte) liegen.

Der pH- Wert nach Calciumcarbonatsättigung (Calcitsättigung) kann durch den Marmorlöseversuch nach Heyer gemessen oder auch berechnet werden.

Kohlensäure

Dieser Parameter wird in den Anlagen der TrinkwV nicht berücksichtigt. Die Kohlensäure hat aber aus geschmacklichen und vor allem technischen Gründen eine große Bedeutung (Korrosion, Kalklösung, Kesselsteinbildung) für die Qualität des Trinkwassers.

Freie Kohlensäure

Freie CO2 ist größtenteils gasförmige Kohlensäure, die sich ähnlich wie Sauerstoff im Wasser löst und verteilt, nur ein kleiner Teil liegt als H2CO3 dissoziiert vor.

Gebundene Kohlensäure

Der Teil der Kohlensäure (Hydrogencarbonat), mit der die Erdalkaliionen, insbesondere Calcium und Magnesium valenzmäßig abgesättigt sind.

Zugehörige Kohlensäure

Um eine bestimmte Menge Erdalkaliionen als Hydrogencarbonat in Lösung zu halten, ist eine gewisse Menge zugehörige Kohlensäure notwendig. Das Wasser befindet sich im angestrebten Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht, da so Korrosionen (Rohr- und Behälterschäden) und Kalkabscheidung (Kesselstein) vermieden werden.

Rostschutz-verhindernde Kohlensäure

Eine etwas veraltete Bezeichnung für die freie Kohlensäure, die über die zugehörige Kohlensäure hinaus vorhanden ist und deswegen eine Schutzschichtbildung durch Carbonate in den Rohren verhindert. Sie wird berechnet aus der Differenz zwischen der gesamten freien Kohlensäure und der zugehörigen Kohlensäure.

Aggressive Kohlensäure

Freie überschüssige Kohlensäure Ist mehr CO2 im Wasser vorhanden, als für das Aufrechterhalten des Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts notwendig ist, wird das Wasser aggressiv, d.h. es löst Metalle, Kalk und Beton, besonders wenn es weich und deswegen wenig gepuffert ist. Außerdem kann auch eine Freisetzung gesundheitsschädlicher Substanzen wie Blei, Kupfer, Zink oder Asbest (aus Faserzementrohren) erfolgen.

Bestimmt wird die aggressive Kohlensäure über das Calcitlösevermögen (Marmorlöseversuch). Sie wird berechnet über Differenz zwischen den Werten der Säurekapazität (Alkalinität; KS 4,3) vor und nach Zugabe von Marmorpulver (delta pH).

Die Mischung von Wässern unterschiedlicher Carbonathärte, die selbst nicht aggressiv sind und sich im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht befinden, kann trotzdem ein aggressives Mischwasser ergeben. Eine Verdünnung der Aggressivität gibt es nicht (Höll).

Sauerstoff

Ein niedriger Sauerstoffgehalt ist nicht nur ein Hinweis auf reduzierende Inhaltsstoffe, sondern er verhindert auch die Ausbildung passivierender (schützender) Schichten im Leitungssystem. Die Folge ist eine Lochfraßkorrosion.

Bei niedrigem Sauerstoffgehalt muß außerdem mit einer Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigung gerechnet werden.

Die Löslichkeit des Sauerstoffs im Wasser ist von der Temperatur abhängig. Zum Beispiel beträgt die Sauerstoffsättigung bei 20°C Wassertemperatur 9,2 mg/l.

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Härtebereich

Einstellung für Wasch - und Spülmaschinen:
Härtebereich 2
2,01 Millimol / Liter (mittelhart); Entspricht 11,3° dH


Was ist Wasser?

Die Basics zum Thema "Wasser" finden Sie hier:
pH-Wert, Leitfähigkeit, Härte
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